Werder Bremen: Nach dem Abstieg steht ein Umbruch bevor

Als der SV Werder Bremen am 10. März mit 2:0 bei Arminia Bielefeld gewann und nach 24 Spielen schon 30 Punkte auf dem Konto hatte, schien der Klassenerhalt nur noch Formsache. Dass aus den folgenden zehn Partien nur noch ein einziger Zähler hinzukommen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten, wirkten die Grün-Weißen doch einigermaßen stabil. Doch mit der 2:4-Niederlage am gestrigen Samstag gegen Borussia Mönchengladbach und dem zeitgleichen 1:0-Sieg des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04 rutschte Werder auf den letzten Drücker doch noch auf Rang 17 ab und muss erstmals nach 1980 wieder in die 2. Bundesliga.

Der vergangene Woche nach dem 0:2 beim FC Augsburg vorgenommene Trainerwechsel von Florian Kohfeldt zu Thomas Schaaf konnte den Negativtrend letztlich nicht mehr stoppen. Nun steht Werder vor einem Scherbenhaufen, zumal die finanzielle Situation an der Weser nach rund 15 Monaten ohne Zuschauereinnahmen und aufgrund einiger Fehlentscheidungen auf dem Transfermarkt höchst angespannt ist.

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Kaufpflicht bei Davie Selke greift nicht

Wie es in Bremen weitergeht, soll sich zumindest die leitenden Positionen betreffend indes zeitnah klären. Geschäftsführer Sport Frank Baumann, in dem viele Fans den Hauptverantwortlichen für den Abstieg sehen, erklärte direkt nach der Pleite gegen Gladbach, sich der Verantwortung stellen und „nicht weglaufen“ zu wollen. Ob der 45-Jährige weitermachen darf, bleibt abzuwarten.

Klar ist derweil, dass Schaaf sich nach der nicht erfolgreichen Rettermission wieder auf den Posten des Technischen Direktors zurückziehen und nicht weiter als Trainer zur Verfügung stehen wird. Einen neuen Coach zu finden, ist eine der wesentlichen Aufgaben der Verantwortlichen, wobei vor allem der Name Ole Werner (Holstein Kiel) kursiert.

Einen größeren Umbruch wird es unterdessen im Kader geben. Während Akteure wie Milot Rashica, Jiri Pavlenka, Ludwig Augustinsson und möglicherweise auch Maximilian Eggestein dringend benötigte Transfererlöse bringen sollen, dürfte Werder am Verbleib anderer Spieler aus sportlichen Gründen kaum ein Interesse haben. Dazu zählt vermutlich auch der von Hertha BSC ausgeliehene Davie Selke, der nur im Falle des Klassenerhalts für dem Vernehmen nach zwölf Millionen Euro fest hätte verpflichtet werden müssen.

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