Ukraine: Schwere Knieverletzung von Artem Besyedin trübt die Freude über das Viertelfinale

15 Jahre nach dem Viertelfinal-Einzug bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, als dann aber Italien mit einem 0:3 ein klares Stoppschild setzte, steht die Ukraine wieder unter den letzten Acht eines großen Turnieres. Die Mannschaft von Trainer Andriy Shevchenko, der sich auf dem besten Weg befindet, auch nach seiner aktiven Karriere als Weltklassestürmer zu einer ukrainischen Legende zu werden, hat damit schon weitaus mehr erreicht als ihr vielfach zugetraut worden war.

Vor allem ist es der Ukraine gelungen, den schwachen Eindruck der letzten EM-Teilnahme 2016 auszumerzen. Damals ging es nicht nur ohne Punkt, sondern auch ohne eigenes Tor wieder auf die Heimreise. Diesmal genügte ein Sieg in der Vorrunde über Nordmazedonien (2:1) zum Weiterkommen und im Achtelfinale gelang am Dienstag in der Verlängerung ein aus ukrainischer Sicht fraglos historischer 2:1-Sieg nach Verlängerung.

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Besyedin mit multiplen Verletzungen

Für den entscheidenden Treffer sorgte der erst zur Pause der Verlängerung eingewechselte Artem Dovbyk bereits in der Nachspielzeit der Verlängerung. Zu diesem Zeitpunkt war die Ukraine seit gut 20 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Feld, nachdem Schiedsrichter Daniele Orsato nach Ansicht der Videobilder seine erste Entscheidung, dem schwedischen Innenverteidiger Marcus Danielson für ein grobes Einsteigen gegen Artem Besyedin nur Gelb zu zeigen, in eine rote Karte korrigiert hatte.

Völlig zurecht, zumal inzwischen die Folgen von Danielsons Foul bekannt sind, die auch die Freude im ukrainischen Lager über das Erreichen des Viertelfinales spürbar trüben. Denn der nach dem Ende der regulären Spielzeit als frischer Stürmer eingewechselte Besyedin trug multiple und zugleich schwere Verletzungen davon. Der 25 Jahre alte Angreifer von Dynamo Kiew zog sich einen Teilriss des Kreuzbandes, eine Schädigung der inneren und äußeren Seitenbänder sowie eine Fraktur an Teilen des Oberschenkelknochens zu. Eine monatelange Pause ist zu erwarten – ebenso aber auch, dass die ukrainische Mannschaft wie von Oleksandr Zinchenko stellvertretend angekündigt alles versuchen wird, um Besyedin eine Freude zu bereiten.

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