FC Schalke 04: Ein Außenbahnspieler zu viel? – Geht Mehmet Aydin trotz Vertragsverlängerung?

In die Freude des FC Schalke 04 über den hart erkämpften 2:1-Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg mischte sich am Wochenende auch ein Wermutstropfen. Für diesen sorgte der schon in der Anfangsphase ausgewechselte Neuzugang Andreas Vindheim, der bei seiner Heimpremiere somit nicht lange Gelegenheit hatte, sein mit einem Treffer und drei Torvorlagen furioses Debüt beim 5:0-Sieg bei Erzgebirge Aue zu bestätigen.

Wie Schalke 04 inzwischen mitteilte, erlitt der 26 Jahre alte Norweger eine Muskelverletzung in der linken Wade und wird damit mehrere Wochen ausfallen. Die Entscheidung für die Schalker Verantwortlichen, ob die für den bislang von Sparta Prag nur ausgeliehenen Vindheim gezogen wird, erleichtert diese Zwangspause nicht. Doch die Tendenz ist nach dessen starkem Einstand klar und geht dahin, dass S04 eine längerfristige Verpflichtung anstrebt.

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Drei Spieler für nur eine Position

Im von Trainer Dimitrios Grammozis bevorzugten 3-5-2 ist Vindheim im Januar als dritte Option für die rechte Außenbahn hinzugekommen, auf der der im Sommer vom Linzer ASK verpflichtete Österreicher Reinhold Ranftl die Erwartungen nicht vollends erfüllen konnte und Youngster Mehmet Aydin mit einer Oberschenkelverletzung derzeit ausfällt.

Weil Ranftl, der gegen Regensburg eingewechselt wurde und auch am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf erste Wahl sein dürfte, noch einen Vertrag bis 2024 besitzt und Aydin sogar erst vor kurzem bis 2025 verlängert hat, droht Schalke im Falle einer fixen Verpflichtung Vindheims ein Überangebot auf der rechten Seite. Drei Kandidaten für nur eine Position im Kader zu haben, dürfte kaum die Intention der königsblauen Verantwortlichen sein, die sehr auf wirtschaftliche Konsolidierung bedacht sind.

Wird Vindheim fest verpflichtet, würde somit wohl ein Abnehmer für Ranftl gesucht, der indes auch als Backup bleiben könnte, sollte Aydin einen anderen Weg einschlagen wollen. Das ist trotz der gerade erst erfolgten Verlängerung nicht ausgeschlossen, soll der 19-Jährige doch türkischen Medienberichten bei Trabzonspor ein Thema für den Sommer sein. Sofern der aktuelle Tabellenführer der Süper Lig, der mit der Aussicht auf die Champions League locken könnte, eine adäquate Ablöse deutlich im siebenstelligen Bereich bieten, wäre man in Gelsenkirchen mutmaßlich gesprächsbereit.

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